Moderner Operationssaal im Krankenhaus mit OP-Tisch, Deckenlüftung, OP-Leuchten und medizinischen Geräten

Clean-Link liefert HEPA-Filter für Operationssäle, OP-Bereiche und weitere chirurgisch genutzte Räume, HLK-Anlagen in Krankenhäusern, Filtergehäuse für die endständige Zuluftfiltration sowie Projekte zur kontrollierten Lüftung in Gesundheitseinrichtungen.

Die Auswahl von HEPA-Filtern für Operationssäle sollte sich am gesamten Lüftungssystem orientieren – nicht allein an der Filtereffizienz. Filterabmessungen, Nennvolumenstrom, Druckverlust, Ausführung des Filtergehäuses am Zuluftauslass, Dichtungsart, Luftverteilung, Vorfiltration und projektspezifische Anforderungen an die Lüftung medizinisch genutzter Räume beeinflussen die Leistung des Gesamtsystems.

Clean-Link unterstützt Projekte mit Anforderungen an die Filterklassen H13 und H14, Mini-Pleat-HEPA-Filter, HEPA-Filter für die endständige Zuluftfiltration, Flachdichtungen und Gel-Dichtungen, kundenspezifische Abmessungen, die Prüfung von Volumenstrom und Druckverlust, die Abstimmung von Ersatzfiltern auf bestehende Systeme sowie die OEM-Belieferung.

Planen Sie ein neues Projekt oder möchten Sie einen vorhandenen HEPA-Filter im OP ersetzen?

Senden Sie uns zunächst folgende Angaben:

Filterabmessungen + Filterklasse + Volumenstrom + Gehäusetyp / Art des Zuluftauslasses + Foto des vorhandenen Filters

Ist in jedem Operationssaal ein HEPA-Filter erforderlich?

Nicht grundsätzlich.

Bei der Auswahl von HEPA-Filtern für Operationssäle ist diese Unterscheidung wichtig.

Die Anforderungen an die Lüftung in Gesundheitseinrichtungen hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Art des Operationsraums
  • Art des chirurgischen Eingriffs
  • Patientenrisiko
  • Luftführungskonzept
  • Örtlich geltende Vorschriften
  • Technische Anforderungen des Krankenhauses
  • Jeweils anwendbare Ausgabe der einschlägigen Normen für die Lüftung in Gesundheitseinrichtungen

ASHRAE führt ANSI/ASHRAE/ASHE Standard 170-2025 – Ventilation of Health Care Facilities als aktuelle Ausgabe. Die Norm legt Anforderungen an die Lüftung von Gesundheitseinrichtungen fest, darunter Druckverhältnisse, Luftwechselraten und Filteranforderungen.

Öffentlich zugängliche ASHRAE-Unterlagen auf Grundlage der Ausgabe von 2021 gaben für allgemeine Operationssäle die Filterklasse MERV 16 an. HEPA-Filtration kommt dagegen in bestimmten medizinischen Bereichen mit erhöhtem Risiko sowie bei bestimmten chirurgischen Anwendungen zum Einsatz.

Daher gilt:

HEPA-Filtration sollte entsprechend dem tatsächlichen Lüftungskonzept des Operationssaals und den jeweiligen Projektanforderungen spezifiziert werden. Eine generelle HEPA-Pflicht für jeden Operationssaal lässt sich daraus nicht ableiten.

Wo werden HEPA-Filter in der OP-Lüftung eingesetzt?

Schema einer OP-Lüftungsanlage mit drei HEPA-Filter-Einbaupositionen: am Zuluftauslass, im zentralen RLT-Gerät und im Umluftsystem.

Wenn HEPA-Filtration vorgesehen ist, können die Filter an unterschiedlichen Stellen des Lüftungssystems installiert werden.

Zu den gängigen Konfigurationen gehören:

Endständige HEPA-Filter

HEPA-Filter, die nahe am oder direkt am Zuluftauslass installiert sind, können die konditionierte Luft unmittelbar vor dem Eintritt in den Operationssaal abschließend filtern.

Typische Konfigurationen sind:

  • HEPA-Deckenmodule
  • Filtergehäuse für die endständige HEPA-Filtration
  • OP-Zuluftdecken mit laminarer bzw. unidirektionaler Luftströmung
  • Filter-Ventilator-Module je nach Anlagenkonzept
  • Kundenspezifische Deckenfiltereinheiten

Die endständige Filtration minimiert die nachgeschaltete Kanalstrecke zwischen dem letzten Filter und dem Operationssaal.

HEPA-Filter in RLT-Geräten

Einige Anlagen nutzen HEPA-Filtration in zentralen RLT-Geräten oder Umluftsystemen.

Wichtige Aspekte sind:

  • Verfügbarer statischer Druck des Ventilators
  • Abmessungen der Filterbank
  • Vorfiltration
  • Dichtheit der Filterdichtungen
  • Volumenstrom
  • Druckverlust
  • Zugänglichkeit der Filter
  • Wartungskonzept

HEPA-Filtration für Umluft

Die Anforderungen an die Lüftung in Gesundheitseinrichtungen können unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob die Luft im Umluftbetrieb geführt oder abgeführt wird.

Die CDC weist in ihren Empfehlungen darauf hin, dass Umluft bei bestimmten Anwendungen im Gesundheitswesen durch HEPA-Filter geführt werden kann, bevor sie anderen Bereichen wieder zugeführt wird.

Die tatsächliche Ausführung der OP-Lüftung sollte sich stets nach den geltenden Anforderungen an die Lüftungstechnik in Gesundheitseinrichtungen richten.

Endständige HEPA-Filter für Operationssäle

Endständige HEPA-Filter gehören zu den wichtigsten Filtertypen für anspruchsvolle OP-Lüftungsprojekte.

Sie werden nahe am oder direkt am Zuluftauslass installiert, häufig in einem Deckenfiltergehäuse oder einem OP-Zuluftdeckensystem.

Clean-Link unterstützt Projekte mit endständigen HEPA-Filtern und folgenden Ausführungen und Anforderungen:

  • Filterklassen H13 und H14 gemäß Projektanforderung
  • Mini-Pleat-Bauweise
  • Aluminiumrahmen
  • Kundenspezifische Abmessungen
  • Gel-Dichtungen
  • Flachdichtungen
  • Optionale Schutzgitter
  • Prüfung des Nennvolumenstroms
  • Prüfung des Druckverlusts
  • Fertigung nach Zeichnung

Welcher Filter geeignet ist, hängt von der Ausführung des Filtergehäuses am Zuluftauslass und dem Luftführungskonzept ab.

Ein endständiger HEPA-Filter sollte nicht allein anhand seiner Nennabmessungen ausgewählt werden.

Zugehörige Produktkategorie: Mini-Pleat-HEPA-Filter →

HEPA-Filter für OP-Zuluftdecken mit laminarer bzw. unidirektionaler Luftströmung

In einigen Operationssälen kommen Systeme mit unidirektionaler oder laminarer Luftströmung zum Einsatz, die gefilterte Luft kontrolliert über den Operationsbereich führen.

Die endständigen HEPA-Filter können Teil eines größeren Zuluftdeckensystems sein, das die Luft über folgende Bereiche verteilt:

  • Operationstisch
  • Steriles Operationsfeld
  • Operationsteam
  • Instrumentenbereich

Der HEPA-Filter ist dabei nur eine Komponente des gesamten Luftführungssystems.

Die Gesamtleistung hängt außerdem von folgenden Faktoren ab:

  • Größe und Abdeckung der Zuluftdecke
  • Zuluftvolumenstrom
  • Luftgeschwindigkeit
  • Raumgeometrie
  • Anordnung der Abluft- bzw. Rückluftöffnungen
  • Wärmelasten
  • Operationsleuchten und medizinische Geräte
  • Bewegungen des Personals
  • Raumdruck

ISO 14644-3 unterscheidet zwischen Prüfverfahren für Reinluftbereiche mit unidirektionaler und nicht unidirektionaler Luftströmung. Dies verdeutlicht, dass neben der Partikelfiltration auch das Strömungsmuster berücksichtigt werden muss.

H13- und H14-HEPA-Filter für Operationssäle

Clean-Link kann Projekte unterstützen, für die HEPA-Filter der Klassen H13 oder H14 spezifiziert sind.

Eine höhere Filterklasse ist jedoch nicht automatisch die bessere Wahl.

Der Filter sollte außerdem auf folgende Anforderungen abgestimmt sein:

  • Erforderlicher Volumenstrom
  • Zulässiger Druckverlust
  • Leistungsfähigkeit des Ventilators
  • Abmessungen des Filtergehäuses am Zuluftauslass
  • Filtermedienfläche
  • Luftführungskonzept des Raums
  • Gehäuseausführung
  • Anforderungen an die Integritätsprüfung

ISO 29463 bietet einen internationalen Normenrahmen für die Klassifizierung und Leistungsprüfung hocheffizienter Luftfilter.

Weiterführender Leitfaden: HEPA-Filtereffizienz verstehen →

Mini-Pleat-HEPA-Filter für OP-Deckensysteme

Die Mini-Pleat-Bauweise eignet sich häufig für die endständige Filtration in Gesundheitseinrichtungen, da sich eine große Filtermedienfläche bei vergleichsweise geringer Bautiefe unterbringen lässt.

Dies kann helfen, folgende Anforderungen aufeinander abzustimmen:

  • HEPA-Filtereffizienz
  • Volumenstrom
  • Filtermedienfläche
  • Druckverlust
  • Einbautiefe in der Decke
  • Filtergewicht

Die Mini-Pleat-Bauweise bedeutet jedoch nicht automatisch einen niedrigen Druckverlust.

Der tatsächliche Strömungswiderstand hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Art des Filtermediums
  • Faltengeometrie
  • Gesamte Filtermedienfläche
  • Filterabmessungen
  • Filterklasse
  • Volumenstrom
  • Anströmgeschwindigkeit

Bei der projektspezifischen Filterauswahl sollten Nennvolumenstrom und Anfangsdruckverlust gemeinsam geprüft werden.

HEPA-Filter mit Gel-Dichtung für OP-Deckenfiltergehäuse

Einige endständige HEPA-Filtersysteme verwenden einen mit Gel gefüllten Kanal im Filterrahmen in Verbindung mit einem kompatiblen Gehäuse mit Messerkante.

Diese Anordnung bildet die Dichtverbindung zwischen Filter und Gehäuse.

HEPA-Filter mit Gel-Dichtung können bei endständigen Filterinstallationen sinnvoll sein, wenn:
Das vorhandene Deckenfiltergehäuse eine Messerkante besitzt Der Ersatzfilter auf einen bestehenden Gelkanal abgestimmt werden muss
Bypassströmungen zwischen Gehäuse und Filter sorgfältig kontrolliert werden müssen Eine saubere Montage des endständigen Filters erforderlich ist
Wichtige Parameter für die Kompatibilitätsprüfung sind:
Filterabmessungen Breite des Gelkanals
Tiefe des Gelkanals Position des Gelkanals
Position der Messerkante Einbaulage des Filters
Nennvolumenstrom
Eine Gel-Dichtung sollte gewählt werden, weil sie zur Ausführung des Filtergehäuses passt – nicht allein deshalb, weil sie als vermeintlich hochwertigere Dichtungslösung angesehen wird.

Zugehörige Produktkategorie: HEPA-Filter mit Gel-Dichtung → 

HEPA-Filter mit Flachdichtung

Auch in anderen HLK-Anlagen und endständigen Filtersystemen von Krankenhäusern kommen herkömmliche HEPA-Filter mit Flachdichtungen zum Einsatz.

Mögliche Ausführungen sind:

  • Anströmseitige Dichtung
  • Abströmseitige Dichtung
  • Vollflächige Dichtung
  • Kundenspezifische Anordnung der Dichtung

Die Dichtwirkung hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Anpressung der Dichtung
  • Ebenheit des Filtergehäuses
  • Ausrichtung des Filterrahmens
  • Dichtungsmaterial
  • Fachgerechte Montage

ASHRAE betont in seinen Empfehlungen zur Lüftung in Gesundheitseinrichtungen die Bedeutung einer zuverlässigen Filterabdichtung. Bypassströmungen zwischen Filter und Gehäuse können die Filtrationsleistung im eingebauten Zustand erheblich verringern.

Weiterführender Leitfaden: Bypass-Leckagen bei Luftfiltern →

Volumenstrom und Druckverlust sind ebenso wichtig wie die Filterabmessungen

Einer der häufigsten Fehler beim Filteraustausch besteht darin, ausschließlich folgende Maße abzugleichen:

Länge × Breite × Tiefe

Zwei HEPA-Filter mit identischen Außenabmessungen können sich dennoch in folgenden Punkten unterscheiden:

  • Filtermedienfläche
  • Nennvolumenstrom
  • Anfangsdruckverlust
  • Filtereffizienz
  • Faltenausführung
  • Rahmenkonstruktion

Ein Filter mit deutlich höherem Strömungswiderstand kann den Volumenstrom der Anlage beeinflussen.

Auch ein Filter mit anderen Strömungseigenschaften kann das Betriebsverhalten des endständigen Zuluftsystems verändern.

Bei OP-Projekten sollten folgende Parameter geprüft werden:

Parameter Warum er wichtig ist
Nennvolumenstrom Muss zur Auslegung des endständigen Filtersystems bzw. der HLK-Anlage passen
Anfangsdruckverlust Beeinflusst den verfügbaren statischen Druck des Ventilators
Filteranströmfläche Beeinflusst die Anströmgeschwindigkeit
Filtermedienfläche Beeinflusst den Strömungswiderstand und das Staubbeladungsverhalten
Filtertiefe Beeinflusst die Filtermedienfläche und die Passgenauigkeit im Gehäuse
Filtereffizienz Muss die Projektanforderungen erfüllen
Enddruckverlust Unterstützt die Wartungsplanung
Vorfiltration Hilft, die kostenintensive HEPA-Filterstufe zu schützen

Weiterführender Leitfaden: Druckverlust bei Luftfiltern → 

Überdruck und Luftführung in Operationssälen

Schema der Überdrucklüftung im Operationssaal mit HEPA-gefilterter Zuluft, bodennaher Rückluft und Luftströmung zum angrenzenden Flur mit niedrigerem Druck.

Das Filtrationssystem arbeitet im Zusammenspiel mit dem Raumdruck und dem Lüftungskonzept.

Operationssäle werden üblicherweise so ausgelegt, dass gegenüber angrenzenden Bereichen ein Überdruck aufrechterhalten wird. Dadurch strömt die Luft tendenziell aus dem Operationssaal in die angrenzenden Bereiche, anstatt unkontrolliert von dort einzudringen.

Die CDC empfiehlt in ihren Leitlinien zur Lüftung in Gesundheitseinrichtungen ausdrücklich eine Überdrucklüftung für Operationssäle.

HEPA-Filtration allein kann dieses Druckverhältnis weder erzeugen noch aufrechterhalten.

Der Raumdruck hängt außerdem von folgenden Faktoren ab:

  • Zuluftvolumenstrom
  • Rückluft- bzw. Abluftvolumenstrom
  • Öffnen und Schließen der Türen
  • Leckagen
  • Einregulierung der HLK-Anlage
  • Dichtheit der Raumhülle
  • Angrenzende Bereiche

Daher gilt:

Die Luftreinheit eines Operationssaals ist eine Eigenschaft des Gesamtsystems – nicht allein des Filters.

Integritäts- und Leckageprüfung von HEPA-Filtern

Filtereffizienz und Integrität im eingebauten Zustand sind nicht dasselbe.

Ein Filter kann ein hocheffizientes Filtermedium enthalten, seine Leistung kann jedoch dennoch durch folgende Faktoren beeinträchtigt werden:

  • Beschädigung des Filtermediums
  • Leckagen zwischen Filterpaket und Rahmen
  • Beschädigte Filterdichtung
  • Probleme mit der Gel-Dichtung
  • Fehlerhafte Montage
  • Gehäuseleckagen
  • Unzureichende Anpressung des Filterrahmens an die Dichtung

Je nach Projekt im Gesundheitswesen können folgende Prüfungen und Nachweise erforderlich sein:

  • Filterprüfung im Werk
  • Individuelle Prüfdokumentation
  • Druckverlustdaten
  • Leckageprüfung / Scanprüfung
  • Integritätsprüfung des eingebauten Filters
  • Überprüfung des Volumenstroms
  • Inbetriebnahme des Raums

Camfil betont in seinen Empfehlungen zur Filtration in Gesundheitseinrichtungen die Bedeutung individueller HEPA-Filterprüfungen und entsprechender Konformitätsbescheinigungen. Dies unterstreicht die Bedeutung rückverfolgbarer Prüfdaten bei anspruchsvollen Anwendungen im Gesundheitswesen.

Clean-Link kann die Anforderungen an filterbezogene Prüfungen und Dokumentationen auf Grundlage der bestätigten Projektspezifikation mit Ihnen besprechen.

HEPA-Filter sind nur ein Baustein für die Luftqualität im Operationssaal

Ein HEPA-Filter sollte nicht als eigenständige Lösung zur Infektionskontrolle dargestellt werden.

Die Umgebungsbedingungen im Operationssaal hängen außerdem von folgenden Faktoren ab:

  • Lüftungsrate
  • Luftverteilung
  • Raumdruck
  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Dichtheit der Raumhülle
  • Medizinische Geräte und technische Ausstattung
  • Bewegungen des Personals
  • Türöffnungen
  • Reinigungs- und Betriebsabläufe

Die CDC betrachtet die Filtration in Operationssälen ausdrücklich als Bestandteil einer umfassenderen Lüftungsstrategie für Gesundheitseinrichtungen und nicht als isolierte Maßnahme.

Deshalb sollten Aussagen wie die folgenden vermieden werden:

  • „Verhindert Infektionen im Zusammenhang mit Operationen“
  • „Schafft einen sterilen Operationssaal“
  • „Beseitigt Krankheitserreger“
  • „Garantiert eine wirksame Kontaminationskontrolle“

Eine präzisere Formulierung lautet:

HEPA-Filtration kann zur Kontrolle luftgetragener Partikel beitragen, wenn sie fachgerecht in das Lüftungssystem des Operationssaals integriert wird.

Vorfiltration vor HEPA-Filtern in Operationssälen

HEPA-Filter sind in der Regel kostenintensive Endfilter.

Eine geeignete vorgeschaltete Filtration kann dazu beitragen, die Belastung durch größere Partikel zu reduzieren, bevor die Luft die HEPA-Filterstufe erreicht.

Ein Filtrationssystem für Gesundheitseinrichtungen kann daher beispielsweise folgenden mehrstufigen Aufbau verwenden:

Vorfilter → Feinfilter → HEPA-Endfilter

Zu den möglichen Vorteilen gehören:

  • Geringere Staubbeladung der HEPA-Filter
  • Langsamerer Anstieg des Druckverlusts
  • Längere Wechselintervalle für HEPA-Filter im praktischen Betrieb
  • Besserer Schutz der endständigen Filter
  • Besser planbare Wartung

Camfil empfiehlt für kritische Anwendungen im Gesundheitswesen ebenfalls eine vorgeschaltete hocheffiziente Zwischenfilterstufe, die zu einer längeren Standzeit der HEPA-Filter beitragen kann.

Passende Produktkategorien:

Taschenfilter →

Kompakt- und V-Bank-Filter →

Großflächige OP-Zuluftdecke mit modularen Luftauslässen über dem Operationsbereich und darunter angeordneten Operationsleuchten.

HEPA-Ersatzfilter für bestehende Operationssäle

Der Austausch von HEPA-Filtern in bestehenden Operationssälen ist ein wichtiger Einsatzbereich für das Angebot von Clean-Link.

Ein HEPA-Ersatzfilter sollte nicht allein anhand der Marke oder der Nennabmessungen ausgewählt werden.

Folgende Angaben sollten geprüft werden:

Anforderung Was zu prüfen ist
Tatsächliche Abmessungen Länge × Breite × Tiefe
Filtereffizienz H13, H14 oder projektspezifische Vorgabe
Einbauort des Filters Endständige Deckenfiltereinheit, RLT-Gerät oder Umluftgerät
Volumenstrom Nennvolumenstrom je Filter
Druckverlust Daten des vorhandenen Filters, sofern verfügbar
Rahmen Aluminium, verzinkter Stahl oder anderes Material
Dichtung Elastische Dichtung oder Gel-Dichtung
Gehäuse Filtergehäuse, endständiges Gehäuse, Gehäuse mit Messerkante oder Sonderausführung
Schutzgitter Erforderlich oder nicht
Einbaurichtung Luftströmungsrichtung
Vorhandener Filter Foto, Filteretikett, Zeichnung oder Muster
Prüfung Erforderliche Prüfdokumentation und Integritätsprüfung
Menge Aktueller und wiederkehrender Bedarf

Mindestangaben für eine erste Prüfung

Filterfoto + tatsächliche Abmessungen + Einbauort des Filters + Einsatzbereich im Krankenhaus

Bei endständigen Filtern mit Gel-Dichtung senden Sie bitte zusätzlich:

Gehäusefoto + Angaben zum Gelkanal / zur Messerkante

Kundenspezifische HEPA-Filter für OP-Projekte

Nicht bei jedem OP-Deckensystem und jedem HLK-Projekt in Krankenhäusern kommen Filter mit Standardabmessungen zum Einsatz.

Clean-Link kann kundenspezifische Anforderungen an HEPA-Filter unterstützen, darunter:

  • Länge
  • Breite
  • Tiefe
  • H13 / H14
  • Mini-Pleat-Bauweise
  • Aluminiumrahmen
  • Rahmen aus verzinktem Stahl
  • Ausführung und Anordnung der Dichtung
  • Gel-Dichtung
  • Schutzgitter
  • Nennvolumenstrom
  • Zielwert für den Druckverlust
  • Abgleich mit technischen Zeichnungen
  • Abgleich mit vorhandenen Mustern
  • OEM-Verpackung

Weiterführende Seite: Kundenspezifische HEPA-Filter →

Neue OP-Bereiche und HLK-Projekte

Bei neuen OP-Projekten sollte die Filterauswahl idealerweise beginnen, bevor die Ausführung des endständigen Filtergehäuses oder der Filterbank in der HLK-Anlage endgültig festgelegt wird.

Hilfreiche Projektinformationen sind:

  • Anzahl und Art der Operationssäle
  • Geforderte Filtereffizienz
  • Einbau als endständiger Filter oder im RLT-Gerät
  • Ausführung des OP-Zuluftdeckensystems
  • Filterabmessungen
  • Volumenstrom je endständiger Filtereinheit
  • Gesamtvolumenstrom
  • Zulässiger Druckverlust
  • Anforderungen an Rahmen und Dichtung
  • Vor Ort geltende Norm für die Lüftung in Gesundheitseinrichtungen
  • Prüfanforderungen
  • Zugänglichkeit für den Filterwechsel
  • Benötigte Stückzahl für das Projekt

Clean-Link kann diese Filterparameter gemeinsam mit HLK-Fachunternehmen, technischen Abteilungen von Krankenhäusern, Distributoren und Geräteherstellern prüfen.

Vergleich der Filteranforderungen für allgemeine OP-Säle, Hochrisiko-OPs sowie Transplantations- und orthopädische OPs mit MERV 16, HEPA-Filtration und unidirektionaler Luftströmung.

Typische Einsatzbereiche von HEPA-Filtern in der OP- und Krankenhauslüftung

HEPA-Filtration kann für ausgewählte Anwendungen spezifiziert werden, beispielsweise für:

  • Orthopädische Operationssäle
  • Transplantations-OPs
  • Neurochirurgische Bereiche
  • Chirurgische Bereiche von Verbrennungsstationen
  • Operationssäle mit erhöhtem Risikoprofil
  • Operationssäle mit unidirektionaler Luftströmung
  • Reinluft-Deckensysteme für Operationssäle
  • Endständige Filtration in Krankenhäusern
  • Ausgewählte Hybrid-OP-Säle
  • Endfiltration in HLK-Systemen von Krankenhäusern
  • OEM-Geräte für die OP-Lüftung

Ob und welche HEPA-Filtration erforderlich ist, muss anhand der jeweiligen Projektspezifikation geprüft werden.

Normen und regulatorischer Rahmen

ANSI/ASHRAE/ASHE Standard 170

ANSI/ASHRAE/ASHE Standard 170 ist eine zentrale Norm für die Lüftung in Gesundheitseinrichtungen in Nordamerika. ASHRAE führt die Ausgabe von 2025 als aktuelle Fassung. Die Norm legt Anforderungen an die Lüftung von Gesundheitseinrichtungen fest.

Die Filtrationsanforderungen für Operationssäle sollten anhand der am jeweiligen Projektstandort verbindlich eingeführten Normausgabe geprüft werden.

ISO 29463

ISO 29463 legt Klassifizierungs- und Prüfverfahren für hocheffiziente Luftfilter fest.

Sie ist relevant, wenn HEPA-Filter der Klassen H13 und H14 oder andere hocheffiziente Filter spezifiziert und entsprechende Leistungs- und Prüfanforderungen festgelegt werden.

ISO 14644

ISO 14644 ist in erster Linie eine Normenreihe für Reinräume und zugehörige kontrollierte Umgebungen.

ISO 14644-1 behandelt die Klassifizierung der Luftreinheit anhand der Partikelkonzentration, während ISO 14644-3 Prüfverfahren für Reinräume und Reinraumbereiche festlegt.

Nicht jeder Operationssaal sollte automatisch als „ISO-Reinraum“ bezeichnet werden. Vor der Verwendung entsprechender Reinraumbegriffe sollten daher die projektspezifischen Anforderungen geprüft werden.

So wählen Sie einen HEPA-Filter für den Operationssaal aus

Vor der Angebotsanfrage sollten Sie folgende Angaben klären:

1. Anwendung
Operationssaal, OP-Deckensystem, RLT-Gerät, HLK-System im Krankenhaus oder OEM-Gerät.
2. Einbauort des Filters
Endständige Zuluftfiltration, zentrales RLT-Gerät, Umluftsystem oder sonstiger Einbauort.
3. Tatsächliche Abmessungen
Länge × Breite × Tiefe.
4. Filtereffizienz
H13, H14 oder die im Projekt festgelegte Anforderung.
5. Nennvolumenstrom
Je Filter oder endständigem Filtermodul.
6. Druckverlust
Anfangsdruckverlust oder projektspezifischer Grenzwert.
7. Rahmenkonstruktion
Aluminium, verzinkter Stahl oder anderes Material.
8. Dichtungsart
Elastische Dichtung, Gel-Dichtung oder gehäusespezifische Ausführung.
9. Gehäuseausführung
Endständiges Filtergehäuse, Gehäuse mit Messerkante, kastenförmiges Filtergehäuse oder Filterbank.
10. Prüfanforderungen
Effizienzprüfung, Scan-/Leckageprüfung, individueller Prüfbericht oder Projektdokumentation.
11. Angaben zum vorhandenen Filter
Foto, Filteretikett, Zeichnung oder Muster.
12. Menge
Benötigte Stückzahl für das Projekt und voraussichtlicher Ersatzfilterbedarf.

Welche Angaben benötigt Clean-Link für die technische Prüfung?

Für eine möglichst schnelle Prüfung senden Sie bitte folgende Angaben:

Filterabmessungen + Filterklasse + Volumenstrom + Druckverlust + Dichtungsart + Einbauort des Filters + Foto des vorhandenen Filters

Wenn Sie einen bestehenden endständigen HEPA-Filter ersetzen möchten, senden Sie bitte zusätzlich:

  • Gehäusefoto
  • Angaben zum Gelkanal oder zur elastischen Dichtung
  • Filteretikett des vorhandenen Filters
  • Einbaulage

Bei einem neuen OP-Projekt senden Sie bitte:

  • Filterliste
  • HLK-Plan
  • Volumenstrom je endständiger Zuluftfiltereinheit
  • Anzuwendende Projektnorm
  • Benötigte Stückzahl

Warum Clean-Link für HEPA-Filterprojekte im OP-Bereich?

Clean-Link unterstützt B2B-Projekte im Bereich der hocheffizienten Luftfiltration für:

  • Technische Abteilungen von Krankenhäusern
  • HLK-Fachunternehmen
  • Fachunternehmen für Reinraumtechnik
  • Hersteller medizinischer Geräte
  • Luftfilter-Distributoren
  • Dienstleister für die Gebäudeinstandhaltung
  • Projektbezogene Einkaufsteams

Unsere Unterstützung bei HEPA-Filterprojekten kann Folgendes umfassen:

  • Projektanforderungen an die Filterklassen H13 und H14
  • Mini-Pleat-HEPA-Filter
  • Endständige HEPA-Filter
  • Ausführungen mit Gel-Dichtung
  • Ausführungen mit elastischen Dichtungen
  • Kundenspezifische Filterabmessungen
  • Prüfung des Volumenstroms
  • Prüfung des Druckverlusts
  • Fertigung nach Zeichnung
  • Abgleich mit vorhandenen Mustern
  • Berücksichtigung projektspezifischer Prüfanforderungen, soweit erforderlich
  • OEM-Belieferung und wiederkehrende Lieferungen

Ziel ist es, den Filter auf das Luftführungssystem, das Filtergehäuse am Zuluftauslass und die jeweiligen Projektanforderungen abzustimmen, statt lediglich einen Filter mit passenden Außenabmessungen zu liefern.

HEPA-Filter für Operationssäle: Angebot anfordern

Benötigen Sie einen HEPA-Filter für einen Operationssaal, ein OP-Deckensystem, ein HLK-System im Krankenhaus oder zum Austausch eines vorhandenen Filters?

Senden Sie uns bitte folgende Angaben:

Filterabmessungen + Filterklasse + Volumenstrom + Dichtungsart + Einbauort des Filters + Foto des vorhandenen Filters

Bei komplexeren Projekten senden Sie bitte zusätzlich:

  • Anforderungen an den Druckverlust
  • Zeichnung der endständigen Filtereinheit
  • Gehäusefoto
  • Einsatzbereich im Krankenhaus
  • Prüfanforderungen
  • Benötigte Stückzahl

FAQ

Sind HEPA-Filter in jedem Operationssaal vorgeschrieben?

Nein. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Art des Operationssaals, chirurgischem Eingriff, Lüftungskonzept, örtlichen Vorschriften und anwendbaren Normen für Gesundheitseinrichtungen. Die jeweils aktuelle Ausgabe von ASHRAE Standard 170 sollte zusammen mit den örtlichen Projektanforderungen und der am Projektstandort geltenden Normausgabe geprüft werden.

Wenn HEPA-Filtration vorgesehen ist, können in Operationssälen endständige Mini-Pleat-HEPA-Filter, HEPA-Filter mit Gel-Dichtung, HEPA-Filter mit elastischen Dichtungen oder HEPA-Filter in RLT-Geräten bzw. Filterbanksystemen eingesetzt werden. Die genaue Ausführung hängt von der Auslegung der HLK-Anlage ab.

Clean-Link kann Projekte mit Anforderungen an die Filterklassen H13 und H14 unterstützen. Die konkrete Ausführung hängt von den Vorgaben zu Abmessungen, Volumenstrom, Druckverlust, Dichtungsart und Prüfanforderungen ab.

Ein endständiger HEPA-Filter wird nahe am oder direkt am Zuluftauslass installiert, beispielsweise in einem Deckenfiltergehäuse. Dadurch erfolgt die abschließende Filtration unmittelbar bevor die Zuluft in den kontrollierten Bereich gelangt.

Sie können eingesetzt werden, wenn kompatible endständige Filtergehäuse mit Messerkante vorhanden sind. Die Geometrie des Gelkanals muss zur Ausführung des Gehäuses passen.

Der Filter arbeitet als Bestandteil des Luftführungssystems der HLK-Anlage. Ein zu hoher Strömungswiderstand kann den verfügbaren Volumenstrom und den Ventilatorbetrieb beeinträchtigen. Deshalb sollte der Druckverlust gemeinsam mit der Filtereffizienz geprüft werden.

Nein. Die Abmessungen allein reichen nicht aus. Auch Filtereffizienz, Volumenstrom, Druckverlust, Rahmenkonstruktion, Dichtungsart, endständiges Filtergehäuse und Prüfanforderungen müssen geprüft werden.

Ja. Clean-Link kann kundenspezifische Abmessungen, Anforderungen an die Filterklassen H13 und H14, Rahmenvarianten, elastische Dichtungen oder Gel-Dichtungen sowie Vorgaben zu Volumenstrom und Druckverlust prüfen.

HEPA-Filter können zur Kontrolle luftgetragener Partikel beitragen. Das Risiko von Infektionen an der Operationsstelle hängt jedoch von zahlreichen klinischen, umgebungsbedingten und betrieblichen Faktoren ab. Ein HEPA-Filter sollte deshalb nicht als eigenständige Maßnahme zur Infektionsprävention dargestellt werden.

Der Filterwechsel sollte sich am Anlagenzustand und an den betrieblichen Vorgaben der Einrichtung orientieren, nicht allein an einem festen Zeitplan. Dabei sollten Differenzdruck, Volumenstrom, Filterintegrität, Wartungsanforderungen und projektspezifische Abläufe berücksichtigt werden.

Senden Sie zunächst Filterabmessungen, Filterklasse, Volumenstrom, Dichtungsart, Einbauort, ein Foto des vorhandenen Filters und die benötigte Stückzahl. Angaben zum Druckverlust und Zeichnungen des Filtergehäuses sind ebenfalls hilfreich.

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